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„Wenig verwunderlich ist es angesichts dieser Bewusstheit über das Werden des Bildes und seinen Ort im realen Raum, dass die Künstlerin auch intensiv über die räumliche Präsentation ihrer Bildobjekte nachdenkt und hier immer wieder neue, überraschende Lösungen findet.“

Heinz Stahlhut, Kunsthistoriker, 2025 (Textauszug)

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„National in Erscheinung trat sie 2024 im Rahmen von «Backstage Engelberg», wo sie – was typisch ist – einen forstwirtschaftlich genutzten Schopf als Ausstellung in der Ausstellung nutzte und mit einem grossen Bild das Aussen im Innern inszenierte. Noch weitergehend als Medardo Rosso ist ihr der Umraum der Präsentation der Bilder sehr wichtig. So hat sie im Garten der Scheune in Müsigricht z.B. alte Kaninchenställe umgebaut und zu geschützten Häusern für Kunst umfunktioniert. Hier wie in den freistehenden, einseitig betretbaren «Kabinen» fokussiert sie damit unseren Blick auf das darin gezeigte Bild, ermöglicht auch Kleinformate immersiv als etwas Kostbares zu erleben. Wobei diese Schutzkonstruktionen zweifellos die im Bild visualisierte Natur mit meinen. Das Gleiten ins Innere der Bildlandschaft entsteht im Wesentlichen durch die angewendete Technik. Ates arbeitet mit Malerei in transparenten Schichten, die durch Layer von lichtdurchlässigem Epoxidharz über einem Pappelholzträger gelegt werden. Was auf Distanz wie ein sphärischesLandschaftsbild Stil wirkt, wird bei näherem Betrachten (und genügend Licht) zu einer in die Tiefe führenden Reise in Berge und Täler.“ 

Annelise Zwez, Kunstkritikerin, 2025 (aus „NEWSLETTER VI“)

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„Im ersten Moment nehmen wir die Oberfläche wahr. Die Kunstschaffende Nina Meret Ates fordert uns mit ihren Arbeiten auf, in die darunterliegenden Schichten vorzudringen, uns mit der Vielschichtigkeit unserer Umgebung auseinanderzusetzen und sie aus ganz verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.“

Dölf Ehrler, Müsigricht Verlag, 2025

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„So habe ich zwar nicht alles gesehen, aber Ausserordentliches mit Mehrwert-Infos. Z.B. den zum Verweilort umfunktionierten Holzschopf (ein hölzerner Bau-Wagen) «Am End der Welt» von Nina Meret, der einzigen ortsansässigen Künstlerin der Schau. Der Ort heisst tatsächlich so, weil am Ende der Eiszeit Gebirgsverschiebungen den Ort ostseitig abriegelten. Die Künstlerin aber nennt das Bild im Wagen «Anfang der Welt» im Sinne ständiger Transformation. Es ist das Werk mit der stärksten landschaftlichen Einbindung und darum eine gelungene Position.“

Annelise Zwez, Kunstkritikerin, 2024 (aus „NEWSLETTER VIII“)

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„Sie arbeitet  hauptsächlich in den Medien Malerei und Performance und interessiert sich zudem für partizipative Prozesse. In ihren Werken und Aktionen stellt sie sich immer wieder die Frage, was es braucht, um hinter die Fassade zu blicken und neue Wege zu gehen.“

„She works mainly in the media of painting and performance and is also interested in participatory processes. In her work, she constantly asks herself what it takes to look behind the facade and break new ground.“

Dorothea Strauss, Kuratorin, 2024